Viele verschenken Jahr für Jahr Geld ans Finanzamt, einfach weil sie ein paar einfache Stellschrauben nicht nutzen. Steuern sparen ist dabei nichts Anrüchiges, sondern dein gutes Recht. Hier die wichtigsten legalen Wege.

Freistellungsauftrag: der schnellste Gewinn

Auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne fallen pauschal rund 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Der Sparerpauschbetrag stellt aber 1.000 Euro pro Person frei (2.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung). Dafür musst du bei deiner Bank nur einen Freistellungsauftrag einrichten, sonst zahlst du Steuer, die du dir später mühsam zurückholen müsstest.

Tipp

Hast du mehrere Banken, kannst du den Pauschbetrag aufteilen. Achte nur darauf, dass die Summe aller Freistellungsaufträge 1.000 (bzw. 2.000) Euro nicht übersteigt.

Die Steuererklärung lohnt sich öfter als gedacht

Arbeitnehmer bekommen im Schnitt mehrere hundert Euro zurück. Absetzbar sind unter anderem Werbungskosten, die Pendlerpauschale, das Homeoffice und berufliche Weiterbildung. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerrechnungen mindern die Steuer direkt.

Vorsorge steuerlich absetzen

Beiträge zur Altersvorsorge wirken sich steuerlich aus: Die betriebliche Altersvorsorge läuft aus dem Bruttogehalt, Rürup- und Riester-Beiträge lassen sich je nach Lage absetzen. Auch Kranken- und Pflegeversicherung zählen zu den absetzbaren Vorsorgeaufwendungen.

Bei der Geldanlage clever bleiben

Bei Aktien-ETFs sind dank Teilfreistellung 30 Prozent der Erträge ohnehin steuerfrei. Verluste aus Wertpapieren lassen sich mit Gewinnen verrechnen, und wer langfristig hält, schiebt die Besteuerung weit nach hinten. So bleibt mehr Kapital länger für dich am Arbeiten.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Steuerberatung. Bei individuellen Fragen helfen ein Lohnsteuerhilfeverein oder ein Steuerberater.