Auf einem Blog über Leben und Finanzen darf ein Thema nicht fehlen, das beide Seiten verbindet: deine Gesundheit. Sie ist nicht nur die Grundlage für ein gutes Leben, sondern auch im Wortsinn ein Vermögenswert. Wer lange gesund bleibt, kann länger arbeiten, wenn er möchte, hat geringere Ausgaben für Behandlungen und mehr Lebensjahre, in denen sich der finanzielle Aufwand des Vorsorgens überhaupt auszahlt. Das Beste daran: Der wirksamste „Beitrag“ in diese Vorsorge kostet kein Geld.

Die magische Zahl: 150 Minuten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt allen Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung mit moderater Intensität pro Woche. Das sind, auf fünf Tage verteilt, gerade einmal 30 Minuten täglich – ein zügiger Spaziergang, Radfahren zur Arbeit oder Gartenarbeit zählen bereits dazu. Alternativ reichen 75 bis 150 Minuten intensiverer Aktivität wie Joggen oder Schwimmen. Zusätzlich rät die WHO, an mindestens zwei Tagen pro Woche die großen Muskelgruppen zu kräftigen.

Was das konkret bringt

Die Wirkung ist erstaunlich groß im Verhältnis zum Aufwand. Schon rund 15 Minuten moderate Bewegung am Tag senken das Risiko für verbreitete Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten. Die WHO schätzt, dass sich weltweit mehr als fünf Millionen Todesfälle pro Jahr vermeiden ließen, wenn sich die Menschen ausreichend bewegen würden. Wichtig ist die Botschaft dahinter: Es muss kein Marathon sein. Für die Gesundheit zählt jede Bewegung – auch der Weg, die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen.

Die finanzielle Seite der Gesundheit

Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Geld ist direkter, als viele denken. Längere gesunde Jahre bedeuten oft mehr Wahlfreiheit – etwa die Möglichkeit, den Renteneintritt selbst zu gestalten, statt aus gesundheitlichen Gründen früher aufhören zu müssen. Krankheit verursacht zudem Kosten, von Zuzahlungen bis zu Verdienstausfällen. Und genauso, wie ein ETF-Sparplan vom langen Zeithorizont profitiert, profitiert dein Körper von früh begonnenen, regelmäßigen Gewohnheiten. Prävention ist gewissermaßen der Zinseszins der Gesundheit: kleine, konsequente Einzahlungen mit großer Wirkung über die Jahre.

Klein anfangen – das Prinzip kennst du schon

Der größte Fehler ist, zu groß zu starten und nach zwei Wochen aufzugeben. Genau wie beim Sparen gilt: Lieber dauerhaft eine kleine Gewohnheit als ein kurzes, ehrgeiziges Strohfeuer. Nimm dir vor, dreimal die Woche 20 Minuten spazieren zu gehen, kopple die Bewegung an feste Termine im Alltag und steigere dich langsam. Wer das ein Jahr durchhält, hat seinem Körper – und damit auch seinem Geldbeutel – einen größeren Dienst erwiesen als mit jeder kurzfristigen Diät.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Vor Beginn eines neuen Trainings, besonders bei Vorerkrankungen, ist ärztliche Rücksprache sinnvoll.

Quellen